Am Sonntag, den 14. September 2025, war im Alten Rathaus Traisa einiges los, denn zum Tag des offenen Denkmals strömten zahlreiche Besucher:innen in das historische Gebäude. Es wurde viel geredet, gelacht, zugehört – und vor allem ausprobiert, wie sich das Haus anfühlt, wenn viel Leben darin ist.
Zur Eröffnung hieß der Vorstand des im Juni gegründeten Vereins „Altes Rathaus Traisa“ die Gäste willkommen, gefolgt von einem Grußwort des Bürgermeisters Niels Starke und eingerahmt mit musikalischer Begleitung. Rund 50 Personen nahmen an der Begrüßung teil, und auch im weiteren Verlauf des Tages blieb das Haus gut besucht. Deutlich war zu spüren, dass viele helfende Hände das Haus für diesen besonderen Anlass vorbereitet hatten. Gemeinsam war ausgeräumt, geputzt und hergerichtet worden. Besonders beeindruckte der Große Saal im ersten Stock mit seinem alten Holzboden und dem warmen Sonnenlicht, das durch die vielen Fenster fiel. Hier zeigte sich, dass das Gebäude schon im jetzigen Zustand großes Potenzial für vielfältige Nutzungen besitzt.
Bei Kaffee und Kuchen entstand schnell ein lebendiges Miteinander. Geschichten über die Vergangenheit des Hauses wechselten sich mit Ideen für die Zukunft ab. Der Arbeitskreis Heimatgeschichte Mühltal bereicherte mit Bild- und Infomaterial zur Historie. Vorgestellte Ausschnitte der Machbarkeitsstudie zeigten, dass das Rathaus seit seiner Erbauung 1866 stets ein öffentlicher Ort war und auch in Zukunft bleiben möchte – und dass das Gebäude Selbstbewusstsein ausstrahlt: eine architektonische Gestaltung, wie man sie sonst eher in Städten findet. Besonders wertvoll war die Ideensammlung, an der sich viele Gäste beteiligten. Die Wünsche von Jung bis Alt waren vielfältig. Immer wieder genannt wurde ein Treffpunkt und Café, Raum für gemeinsame Aktivitäten und Kreativität, sowie Lernen und Kultur. So entstand ein buntes Bild dessen, was das Alte Rathaus künftig werden kann.
Wie geht es nun weiter? Als nächstes werden die Ideen ausgewählt, die am häufigsten gewünscht wurden, bei denen die größte Bereitschaft besteht sich einzubringen, und die mit vorhandenen Mitteln in nächster Zeit umgesetzt werden können. Gleichzeitig müssen die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen angegangen und dafür Fördermittel sowie Spenden organisiert werden. Das ist einiges an Arbeit, aber der Tag hat gezeigt, wie viel gemeinsam möglich ist. Wer Lust hat dabei zu sein, ist herzlich willkommen.
Am Ende war der Tag des offenen Denkmals nicht nur ein Blick in die Vergangenheit des Alten Rathauses, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft als lebendiges Zentrum im Herzen von Traisa.
